Wilhelm Wagenfeld: Die Form ist nur Teil des Ganzen

Laufzeit: bis:
Rote Schrift vor einer Collage von Entwurfszeichnungen von Wilhelm Wagenfeld
eine Person steht vor beleuchteten Glasvitrinen
eine Person steht vor einem wandfüllenden Foto einer Werkstattansicht

Was ist das „Besondere“ an den oft ganz unspektakulären Schöpfungen Wilhelm Wagenfelds, die heute fast ausnahmslos zu den „Klassikern“ des 20. Jahrhunderts zählen und international in den großen Design-Museen präsentiert werden? Was zeichnet Wagenfelds Entwürfe gegenüber denen seinen Kollegen aus, wieso wurde er zum erfolgreichsten deutschen Industriegestalter? Warum waren die Produkte bei den Käufern derart beliebt, dass sie sich jahrzehntelang auf dem Markt behaupteten und zum Teil noch heute verkauft werden?

Anhand von Skizzen, Werkzeichnungen und bisher kaum gezeigten Originalmodellen erhält der Besucher einen intimen Einblick in die technische Seite der Entwicklungsarbeit eines Gestalters in der Nachkriegszeit, wie sie nur die Wilhelm Wagenfeld Stiftung mit ihrem einzigartigen Archiv zeigen kann. Auch dem faktischen Herstellungsprozess in den Unternehmen der Glas-, Porzellan- und Metallindustrie ist ein Raum gewidmet. Hier wird der für die Käufer sonst unsichtbare Produktionsvorgang anhand von Original-Werkzeugen nachvollziehbar. Anschauliche Beispiele des staunenswerten technischen Erfindungsreichtums Wagenfelds, der an einer Vielzahl von Patenten und Gebrauchsmustern ablesbar ist, beleuchten von einer weiteren Seite die Ausnahmestellung Wagenfelds.

"Lichtspiele" von Achim Manz
In einem Kabinett präsentiert der Künstler und Designer Achim Manz unter dem Titel „Lichtspiele“ seine innovativen Leuchten- und Möbelentwürfe aus dem noch immer unterschätzten Werkstoff Beton, der ein beachtliches Spektrum gestalterischer Möglichkeiten