100 Beste Plakate 18. Deutschland Österreich Schweiz

Laufzeit: bis:
großformatige Plakate hängen diagonal in einem Ausstellungsraum. Die Plakate zeigen Gesichter, die mit farbigen Streifen und Flächen kombiniert wurden.
das Plakat zeigt ein Gesicht ist aus einer extremen Nahperspektive. 2 Hände ziehen die Haut um ein Auge leicht auseinander, als ob sie das Auge öffnen wollten.
2 Plakate hängen von Schnüren von der Decke in einem Ausstellungsraum, ein weiteres hängt im Hintergrund an der Wand.
Das Plakat arbeitet mit runden Formen in weiß und lila, die mit einer großen Schrift in leuchtendem Rot konkurrieren.
das Plakat arbeitet mit zackigen dunklen Linien vor einem silbrigen Hintergrund

Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse des Wettbewerbs "100 Beste Plakate" aus dem Jahr 2019. Aus den 2.353 Beweber:innen hat eine Jury 100 Plakat ausgewählt. Der Wettbewerb sieht keine formalen oder inhaltlichen Einschränkungen vor. Diese Offenheit spiegelt sich in der breit gefächerten Auswahl der Arbeiten wider. Grund dafür ist sicher auch ein weiteres Merkmal dieses Projekts: Die eingereichten Plakate von professionellen Gestaltern und Studierenden werden gleichberechtigt nebeneinander präsentiert.

Eine Besonderheit der Station im Wilhelm Wagenfeld Haus stellt die Präsentation der Plakate dar. Die ausgezeichneten Arbeiten sind nach Themen gegliedert, so dass formale und inhaltliche Merkmale hervorgehoben werden. Das Kapitel „Das politische Plakat“ zeigt beispielsweise, dass Gestalter*innen das Medium heute wieder vermehrt nutzen, um politische Meinungen und gesell­schaft­liche An­lie­gen in den öffentlichen Raum tragen. Die Gruppe „Schrift als Bildmedium“ versam­melt Plakate, die Buchstaben nicht nur als Informationsträger einsetzen, sondern mit ihrer Form und den Größenverhältnissen experimentieren. Ein Themenraum widmet sich der Sicht auf den menschlichen Körper in digitalen Zeiten. Viele Plakatentwürfe zeigen ineinander verschlungene Figuren, fragmentieren den Körper oder lösen ihn auf. Gerade junge Graphiker*innen testen auch die Grenzen und Möglichkeiten des analogen Plakats. Ihre Entwürfe können mit einer App auf dem Smartphone-Display zum Leben erweckt werden.

Jury

Prof. Anette Lenz, F-Paris (Vorsitz)
Anna Haas, CH-Zürich
Astrid Seme, A-Wien
Johanna Siebein, D-Berlin
Prof. Andrea Tinnes, D-Berlin

Zur Geschichte des Wettbewerbs

1966 wurden in der DDR erstmals herausragende Plakate prämiert und aus­gestellt.1980 erhielt dieser Wettstreit den Titel 100 Beste Plakate. Dank er­folg­reicher Bemühungen des Verbands der Grafik-Designer e.V. konnte der Wett­bewerb nach der Wende 1989 er­halten und weiter ausgebaut werden. Im Jahr 2002 lag mit den »100 besten Plakaten 01« die erste deutsch-öster­reichisch-schweiz­erische Auswahl vor.

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Wilhelm Wagenfeld Stiftung mit dem 100 Beste Plakate e.V.